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27. April 2022
8. September 2013
Roadtrip Southwest USA, Part I – South California & Arizona
Ontario Airport - Montag Morgen, kurz vor 09:00 Uhr
Gerade haben wir den Papierkram am Schalter erledigt und stehen nun gespannt bis in die Fingerspitzen auf dem großen Parkplatz der Autovermietung. Gebraucht wird ein Auto, das uns einen Monat quer durch den Südwesten der USA bringt. Bezahlt haben wir für ein Modell 'Midsize SUV', denn in den Nationalparks wollen wir uns in car camping versuchen...also im Auto schlafen.
Oha. Jetzt also der aufregende Moment: wird das Auto auch groß genug für ausgestreckte 1,85m? Wie immer ist eine gute Portion Glück auch hier mit von der Partie, denn die freundliche Mitarbeiterin parkt mit einem großen Lächeln tatsächlich einen Jeep Grand Cherokee direkt vor unseren Nasen – ach, so fühlt sich also ein kostenloses Upgrade an. Yiiiiieha!
Jetzt schnell alle 7 Sachen verstaut, von Paul verabschiedet und los geht's direkt auf die I-10 E... ostwärts auf der Interstate Nummer 10.
Unser Jahrespass für die Nationalparks bringt uns zunächst einmal in die atemberaubende Landschaft von Mojave und Colorado Desert, den Joshua Tree Nationalpark: wundersame Bäumchen soweit das Auge reicht, ein erster Hike im "Hidden Valley" und Ausblicke auf die San Andreas Verwerfung. Unsere müden Häupter legen wir nach stilechtem Dinner bei Taco Bell in einem Super 8 Motel nieder.
Roadtrip Southwest USA – offiziell gestartet.
Die eine, die wahre, die historische Route 66 mit wilden Eseln in Oatman, kniffliger Bergetappe bis Kingman, uriger Biker Nostalgie in Hackberry und einem gemütlich kitschigen Motel Zimmer im 'Stagecoach 66' in Seligman.
Die weiten zerklüffteten Tiefen des Grand Canyon (South Rim) mit Hikes am Rim Trail und dem South Kaibab Trailhead, spektakulärem Sonnenuntergang und car camping Premiere auf dem Mather Campground, mitten im Park.
Die atemberaubenden roten Steinformationen um die Ortschaft Page bezaubern aus der Vogelperspektive an "Horseshoe Bend" und Glen Canyon Staudamm. Im Lower Antelope Canyon kraxeln wir geführt von einem Navajo hinunter und durch Felsspalten. Einmalig schön!
28. Juli 2013
5. April 2013
Neues aus Neuseeland: Best of North Island
Neuseelands Nordinsel empfängt uns mit dichtem Verkehr und dunklen inkontinenten Wolken. Oh oh, ist im Süden etwa alles besser?
Besser nicht unbedingt, aber definitiv anders. Wir fahren nun seltener Gravel Roads, dafür öfter Motorway. Statt "Mää" macht es öfter "Muh" auf den Weiden. Es gibt nicht so häufig Lookouts am Straßenrand, dafür des Öfteren ein goldenes M. Nette Ortschaften laden hier aber genauso gern zum Verweilen ein und freundliche Kiwis treffen wir auch.
Getreu dem Motto 'ab durch die Mitte' halten wir Kurs gen Norden.
Das Tongariro Alpine Crossing erweist sich als eisige Angelegenheit. Hm, hätte der Name uns etwa schon vorwarnen müssen?
In Taupo und Rotorua kommen wir aus dem Staunen nicht mehr heraus, so viel geothermale Wunderdinge gibt es zu entdecken. Wir tauchen in die Riten und Mythen der Maori-Kultur ein und gehen abends mit dem Duft verfaulter Eier in der Nase zu Bett. Mmh, lecker.
In Matamata sehen wir mit eigenen Augen, dass das Auenland nicht durch die feindlichen Truppen Mordors, sondern von chinesischen Reisebustouren überrannt wird. "Almel Flodo".
Wir erwandern die Westküste in Mangawhai und machen mit Willie einen unfreiwilligen Boxenstopp. Wo? Na, in Whangarei.
Apropos: künstlerisch wertvolle Toilettenbesuche lassen sich in Kawakawa abhalten. Historisch wertvoll geht es dagegen in Waitangi - der Wiege der Nation - zu.
Wusstet ihr, dass Greenpeace' erstes Schiff, die Rainbow Warrior, in den 80ern vom französischen Geheimdienst gesprengt wurde? Das Wrack liegt nun in der Matauri Bay, die, davon mal abgesehen, auch einfach so ein nettes Fleckchen Erde ist.
Wir erreichen schließlich Far North und sehen wie am Cape Reinga die Wassermassen von Tasman Sea und Pacific Ocean aufeinander prallen. Kein idealer Ort für einen Sprung ins kühle Nass...
Dafür kann man am Ninety Mile Beach herrlich die riesigen Sanddünen hinuntersurfen. Japp, permanentes Knirschen zwischen den Zähnen zeigt an, dass man ein Maximum an Spaß hatte.
Um das Maß der ultimativen NZ-Erlebnisse jetzt endgültig vollzumachen, haben wir schließlich im samtigen Dunkel einer Kauri-Wald-Nacht die Begegnung schlechthin: ein fröhlich futternder Kiwi raschelt direkt vor unseren Füßen durchs Unterholz. Hach.
Danach bleibt uns nur noch ein letzter Ritt in den wilden Wellen des schwarzen Muriwai Beach und nun endet unser Roadtrip nach über 5.000 Km in Auckland.
Neuseeland: definitiv eine Reise wert...oder zwei...oder drei...
Neues aus Neuseeland: Abenteuer im Abenteuer
Ach ja, da war ja noch was. Rückblickend betrachtet können wir wohl behaupten, dass bei dieser Aktion das meiste Adrenalin freigesetzt wurde.
Kennt ihr das Gefühl, wenn man beim Schaukeln ganz oben angekommen ist und es sich für einen kurzen Moment so anfühlt, als ob Mütterchen Erde nicht so recht weiß, ob sie einen wirklich zurückhaben will?
Nun, es zeigt sich, dass ähnliche Wahrnehmungssequenzen den menschlichen Körper durchströmen, wenn er im Hubschrauber bis auf mehr als 800m über NN düst.
Was wir da oben gemacht haben? Na, wir sind ausgestiegen, haben die Steigeisen angelegt und dann das ewige Eis des Franz Josef Glacier durchkraxelt. Gletscherspalten, Eishöhlen, Schmelzwasserbäche, Wasserfälle, Brücken aus blauem Eis. WOW!!!
Galerie Franz Josef
4. April 2013
Neues aus Neuseeland: South Island Finale
Wow,
das niedliche kleine Schafsweiden-Neuseeland ist bei genauerer Betrachtung doch
ganz schön groß und es gibt so viel zu sehen und zu erleben… Hinter jeder
zweiten Kurve lauert wieder ein „Lookout“ - immer neue atemberaubende Aussichten und Landschaften
wollen entdeckt werden. Lauschige Ortschaften und gutgelaunte Kiwis hindern uns
regelmäßig am Weiterziehen. Kleine und große Abenteuer säumen unseren Weg:
In
Queenstown bringt uns Schweizer
Maßarbeit in schwindelerregende Höhe und
wir liefern uns ein Kopf an Kopf Rennen im „Luge“. Vom anschließenden
„Fergburger w/ cheese“ schwärmt der Burger-König noch Wochen später.
In
Wanaka durchwandern wir die Rocky Mountains (ja, die gibt’s wohl überall) und
lösen das kniffligste Labyrinth der Puzzlingworld in rekordverdächtiger Zeit.
Nach
einem Abstecher ins ewige Eis des Glacier Country verweilen wir noch eine Weile
an den goldenen Sandstränden des Abel Tasman National Park. Schön faul am
Strand abhängen? Nee, nix da! Lieber im Seekayak die Küste unsicher machen.
Cape
Farewell ist schließlich der nördlichste Routenpunkt auf unserer Reise über
Neuseelands Südinsel. Es heißt so langsam Abschied nehmen. Aber um Trübsal zu
blasen ist der Wharariki Beach wahrlich der falsche Ort. Hier tummelt sich
direkt vor unseren Füßen und Augen der diesjährige Robbenkinderkarten und
erbittet mit großen Augen maximale Aufmerksamkeit für allerlei Schwimmkünste,
Neckereien und Wettrennen über den Strand. Yieeeha!
25. März 2013
Neues aus Neuseeland: Fjordland
Man muss nur fünf Minuten hier sein, dann weiß man sofort warum das malerisch schöne Fjordland so dünn besiedelt ist. Der Angriff kommt lautlos und aus der Luft: hier regieren die sandflies!
Sie sind nur so groß wie eine gemeine Fruchtfliege, eher träge Flugakrobaten und grundsätzlich nicht besonders helle. Aber sie sind in der Überzahl und ihre Bisse verursachen als juckende Andenken bestimmt noch eine Woche später leise fluchendes Zähneknirschen.
Wie man ihnen trotzdem ab und an entkommen kann hier als kleine Best-of-Rangliste:
Platz 3
"Bye Bye Sandfly", "OFF", DEET in beliebiger Form - sprühen, einreiben, Daumen drücken. Viel hilft viel.
Platz 2
Einfach schneller sein, bzw. immer in Bewegung bleiben.
Es bietet sich z.B. eine Wanderung mit lohnendem Bergpanorama an. Wir laufen den "Key Summit"-Abschnitt des Routeburn Track. Sehr schön.
Platz 1
Auf's Wasser fliehen.
Bei einer Bootstour in den Milford Sound unterstützen kräftige Regengüsse dieses Vorhaben ebenfalls und bescheren uns obendrein spektakuläre Wasserfälle und feuchtfröhliche Stimmung an Bord. Yippeh!
Neues aus Neuseeland: Southland
Rauhe Küste, weites Land: die Southern Scenic Route bringt uns geradewegs in die Catlins. Hier gibt es viele Schafe und kaum Touristen. Nett.
Es ist sogar so nett, dass der Curio Bay Holiday Park uns gleich ein paar Nächte in Folge beherbergt, denn hier gibt es 'ne Menge zu erleben:
"Wollen wir mal rechts hinunter gehen zum versteinerten Jurassic-Park-Wald und den Gelbaugen Pinguinen? Oder lieber links rüber in die Porpoise Bay? Noch ein bissl mit den Delfinen schwimmen?" "Och, am besten gleich beides auf einmal. Aber kram doch erstmal etwas Kleingeld aus den Taschen, dann essen wir vorher noch 'ne leckere Deep South Icecream!"
Kein Handynetz, kein Internet... aber die Tage haben hier 28 Stunden.
Nach diesem kleinen Roadtripper-Kurzurlaub halten wir weiter Kurs Richtung Antarktis und erreichen über Schotterpisten schließlich den südlichsten Punkt von Neuseelands Südinsel - den windgepeitschten "Slope Point".
In Bluff, der ältesten europäischen Siedlung des Landes, gibt's dann auch ein fesches Schild... und dazu ne fette Portion unerwarteter Heimatgefühle. Hello Hambuich!
Noch eine stürmische Orkan-Nacht in Invercargill überstehen und dann gibt's endgültig einen neuen Kurs: zurück Richtung Äquator!
18. März 2013
Neues aus Neuseeland: East to South
An den Moeraki Boulders kann man sehen, was dabei herauskommt, wenn ein sagenumwobenes Maori-Urväter-Kanu Ladung bei kräftigem Seegang verliert: riesige Steinkugeln liegen noch Jahrhunderte später am Strand und fotofixierte Touristen scharen sich darum.... so auch wir.
Ein paar Kilometer weiter geht's aber weitaus lebendiger zu: in der Kolonie der NZ Fur Seals, bei den Gelbaugenpinguinen oder bei "Lockies", im besten Fish & Chips Shop weit und breit.
Nächstes Ziel: Dunedin
Die Stadt mit den schottischen Wurzeln hat Humor... und keinen ganz einfachen Namen. Benny ersinnt ein gute Eselsbrücke: einfach "daneben" fix dahinnuscheln. Fällt kaum auf.
Wir erklimmen die Guinessbuchrekordhalterin für den Titel der weltweit "steilsten Straße", naschen uns durch die Tagesproduktion der Cadbury World und holen uns eine gute Portion Südinselhumor aus dem Barber Shop ab.
16. März 2013
Neues aus Neuseeland: Southern Alps
Na guck mal einer an, Alpen gibt's hier auf Neuseelands Südinsel - und was für welche!
Wir werden mit feinstem NZ-Sommerwetter und Postkartenromantik begrüßt: türkisblaue Seen vor malerischer Bergkulisse. Wow.
Am Lake Tekapo bestreiten wir unsere erste Wanderung zum Gipfel des Mount John. Wir campieren bei Lawinengetöse am Fuße des Aoraki / Mount Cook und stellen bei einer Bootstour auf eisigem Gletscherseewasser des Tasman Glacier zufrieden fest: Eisbergeis schmeckt sehr lecker... lässt sich nur nicht so gut festhalten.