15. September 2012

Na nu Namaste!

Nach knapp 2 Jahren der Planerei scheint es in den letzten Tagen davor dann so, als hätten alle Tage plötzlich 48 Stunden. Es sind einfach noch so viele Dinge zu organisieren und zu bedenken
(Wieso ist eigentlich der Rucksack soooo schwer??? und Wo bekommen wir jetzt noch ein paar Notfall-Dollar her???) und die kleinen und großen Abschiede, die es zu nehmen gilt, sind schön und schwer zugleich.

Doch dann ist es plötzlich einfach soweit: Projekt Weltreise ist endlich „bewegt unterwegs“. Wir erreichen unser erstes Etappenziel und betreten am 28.08.2012 in Neu Delhi indischen Boden. Namaste!




















Die folgenden zwei Wochen sind handschriftlich auf einem DIN A4-Zettel von Gulab, unserem Fahrer und Guide, durchgeplant. Also, das heißt in diesem Fall, es steht fest welche Stadt wir an welchem Tag ansteuern, nicht wie der Verkehr bis dorthin ist, nicht in welchem Guesthouse oder Hotel wir die Nacht verbringen. Und das sind nur einige der spannenden Unbekannten, die in dieser Zeit auf uns warten.


Der Plan ist von Jaipur über Udaipur, Kumbalgarh, Ranakpur und Jodhpur bis an die pakistanische Grenze zu gelangen. Von der Khuri-Wüste und Jaisalmer geht’s dann über Pushkar und Agra zurück nach Neu Delhi.  „Zwei mal die >Rennstrecke< bitte.“ ;)

Zugegeben, dies ist nicht gerade die abgechillteste Art zu Reisen, aber es ist bei Weitem auch nicht die unkomfortabelste. 
Während wir zwar an einigen Tagen für 400km Wegstrecke fast 8 Std. unterwegs sind, ist der kleine weiße Suzuki-Flitzer (mit AC, zum Glück!) beständig in Höchstform... auch noch nachdem er an einer Mautstation unsanft von einem Traktor auf den Allerwertesten geknutscht wurde ;).


Und Gulab ist nicht nur ein besonnener Fahrer, der das im indischen Straßenverkehr so unerlässliche Hupen-Spiel virtuos beherrscht. Trotz aller Unterschiede begegnet er uns als Freund, gibt wichtige Tipps und erhellende Einblicke in dieses ach so andere Indien, dass zu jeder Zeit eine Herausforderung für alle Sinne ist. 


Indien ist schön, aufregend. Aber manchmal, plötzlich, um die nächste Ecke ziemlich unverständlich, bedrückend oder einfach so so anders. 
Eben !ncredible.

Nach diesen intensiven Wochen auf Achse können wir längst nicht behaupten, Indien nun irgendwie zu „verstehen“. Nein, so einfach ist das nicht. Aber wir haben schon die Schuhe ausgezogen, sitzen gemütlich Chai schlürfend auf dem Futon und lauschen mal gebannt, mal versonnen all den Geschichten und Erzählungen.

Kommentare:

Mapa hat gesagt…

Schööön euch zu sehen!!!!

Ali hat gesagt…

Hallo Ihr zwei,
hab heut Nacht von euch geträumt, aber da seid ihr schon auf Bali. . .
Es ist schön, eure Geschichten zu lesen, ich fühle mich, als wäre ich dabei.
Erholt euch gut.
Hel Mum

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